Instagram — sinnvoll oder Spielerei?

DANKE für den Gastbeitrag von Kari Lessir zu Instagram.

Als hauptberufliche Autorin ist es für mich wichtig, wahrgenommen zu werden. Denn nur dann kann ich meine Leser und Leserinnen erreichen und meine Bücher verkaufen. Das gilt im Grunde genommen für jeden selbständigen Unternehmer, egal aus welcher Branche er oder sie stammt. Wir alle wollen unsere Produkte verkaufen, und das geht nur, wenn man uns sieht.

Das Internet bietet dafür eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die bekannteste ist mit Sicherheit Facebook. Hinzukommen Xing, Google+, LinkedIn, YouTube und viele mehr. Du siehst, man kann sich ganz ordentlich verzetteln, wenn man überall präsent und zudem aktiv sein möchte. Meiner Meinung nach sollte man deswegen bewusst auswählen, was zu einem selbst und zum Business passt.

Mir geht es in meinem heutigen Blogbeitrag um Instagram, einer Plattform, die ich für mich vor rund drei Monaten entdeckt habe.

 

14466459_1252512414812396_953226129_o         14536656_1252512421479062_1233184929_o          14466202_1252512428145728_1854585399_o

 

Was zeichnet Instagram aus?

Instagram ist ein vorwiegend visuelles Medium. Die Botschaften werden über Fotos mit ergänzendem Text transportiert. Allerdings stehen die Bilder definitiv im Vordergrund. Entsprechend hochkarätig sollten die Aufnahmen sein, die man dort hochlädt. Schlichtes »Geknipse«, schlecht ausgeleuchtet, unscharf, gering aufgelöst oder ähnliches, hat wenig Chancen, wahrgenommen zu werden. Für Instagram gehört ein Faible zum Fotografieren und zum Arrangieren des Motivs dazu, um andere über Bilder zu erreichen.

 

Hashtags

Eine weitere Besonderheit von Instagram sind die zahlreichen Hashtags (Rautezeichen mit anschließendem Begriff), durch die man Bilder »markiert« und auffindbar macht. Während man bei Twitter nur maximal drei setzt, bei Facebook auch eher wenige bis gar keine, sind es bei Instagram im Grunde so viele wie möglich und — das ist meine persönliche Meinung — so wenig wie nötig. D.h. die Hashtags sollten zum Inhalt des Bildes und zu der zu transportierenden Botschaft passen. Völlig sinnfreie Hashtags führen meiner Einschätzung nach nicht zum Ziel — und das heißt, gefunden zu werden.

 

 

Follower

Bei Instagram hat man — ähnlich wie bei Twitter — Follower und folgt selbst anderen Personen bzw. Unternehmen. Genau deren Postings erhält man angezeigt. Aber wer über den Tellerrand schauen will, um zu erfahren, was andere zu einem bestimmten Thema posten, nutzt dafür die Hashtags. Und dann erhält man eine weltweite Bilderauswahl angezeigt, durch die man sich klicken kann. Etwa zu einem Konkurrenzprodukt, einer Ausstellung, die man besuchen möchte, oder einem Urlaubsziel, über das man sich informieren will.

 

Privat oder geschäftlich

Wer auf Instagram startet, ist zuerst einmal Privatperson, selbst wenn man sich über seine eigene Facebook-Businesspage angemeldet hat. Ich selbst bekam nach ein paar Wochen die Option angeboten, meinen Privataccount in eine Unternehmensseite umzuwandeln, was ich genutzt habe. Als Unternehmensaccount habe ich in Instagram die Option, eine Kontaktmöglichkeit anzubieten, habe Einblick in die Statistiken, wie man sie auch von Facebook kennt, und kann einzelne Beiträge »hervorheben«, sprich wie auf Facebook bewerben. Davon unabhängig gibt es natürlich weiterhin die Möglichkeit, Instagram über die Facebookanzeigen mitlaufen zu lassen, selbst wenn man einen Instagram-Account hat.

 

Voraussetzungen für Instagram

1. Selbstdarstellung

Um Instagram — auch als Unternehmen bzw. Unternehmer — zu nutzen, sollte man neben dem fotografischen Talent auch eine gewisse Neigung zur Selbstdarstellung mitbringen. Für mein Gefühl reicht es nämlich nicht, immer nur Dinge/Objekte/Sprüche etc. zu posten; die Follower möchten auch den Menschen hinter dem Account kennenlernen. D.h. gelegentlich darf es auch mal was Persönliches, aber nichts Privates sein — wie überall in den sozialen Netzwerken. Die richtige Mischung macht es auch hier.

2. Kamera

Nach meiner Einschätzung ist es notwendig, mindestens mit einem moderneren Smartphone zu fotografieren, das ein lichtstarkes Objektiv besitzt und gute bis sehr gute Bilder abliefert. Das macht insofern Sinn, als dass man in der Regel die Aufnahmen vom Smartphone aus postet. Ich sage mit Absicht »in der Regel«, weil es für Mac-User die App »Flume« gibt, mit der man auch vom Mac aus posten kann. Für PC-Anwender gibt es das meines Wissens nicht. Falls doch, dann hinterlass mir doch bitte einen Hinweis im Kommentar.

Wer noch höhere Ansprüche hat, ist natürlich mit einem klassischen Fotoapparat gut bedient, sei es eine System- oder eine Spiegelreflexkamera. Ich persönlich nutze mein iPhone und — wenn ich auf »Fotosafari« war — Bilder meiner DSLR-Kamera, die ich hinterher erst über den Mac aufs Handy zum Posten einspiele. Der Qualitätsunterschied ist allerdings auf Instagram durchaus bemerkbar — trotz der zahlreichen Filter und Bearbeitungsmöglichkeiten, die die App von Hause aus bietet und die man durchaus nutzen kann.

3. Keine Rechte am Bild

Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass alle Fotos, die man auf Instagram postet, rein rechtlich Instagram bzw. dem Facebook-Imperium gehören. Sobald man sie also hochlädt, hat man keinerlei rechtliche Ansprüche mehr darauf. Dennoch markiere ich meine Aufnahmen mit meinem Namen, um wenigstens rein optisch die Herkunft zu »belegen«.

Reposten

Ein Teilen oder Retweeten wie auf FB, G+ oder Twitter gibt es bei Instagram erst einmal nicht. Man postet seine Aufnahmen, dann können sie geliket und kommentiert werden. Fertig. Allerdings gibt es Apps, die ein Reposten ermöglichen — ohne dass der Urheber der Bilder darüber informiert wird. Das ist ein — meiner Meinung nach — etwas unschöner Punkt. Lediglich der gute Ton, den Urheber eines Postings vorher zu fragen und anschließend namentlich zu verlinken, ermöglicht es, mitzubekommen, ob ein eigenes Bild von anderen genutzt wird. Das ist aber nicht Pflicht — und von Instagram bzw. den diversen Repost-Apps nicht vorgesehen. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man Instagram nutzt und dort seine Bilder einstellt. Aus diesem Grund setze ich meinen Namen ins Foto, damit niemand meine Aufnahmen für seine ausgeben kann.

Instagram-Stories

Weiterhin gibt es seit einiger Zeit die sog. »Instagram-Stories«, kleine Filmchen bzw. Fotos, die nach 24 Stunden verfallen und im Nirwana verschwinden. Das hat Instagram von Snapchat entliehen und ist eine weitere Möglichkeit, sich und seine Produkte zu platzieren. Eben unter dem Aspekt, nur kurzzeitig sichtbar zu sein, während die »offiziellen« Fotos bzw. Filme ohne Verfallsdatum online bleiben.

Ich selbst bin gerne auf Instagram aktiv, im Augenblick fast lieber als auf YouTube, weil der Arbeitsaufwand für mich deutlich geringer und der Spaßfaktor um ein Vielfaches höher ist. Ein Bild ist schneller bearbeitet, als ein Film gedreht, geschnitten, mit Musik unterlegt und gemischt. Vom Hochladen ganz zu schweigen.

Wie sind Deine Erfahrungen mit Instagram? Bist Du dort bereits aktiv oder planst Du eventuell, Dich dort zu zeigen? Berichte mir doch gerne in einem Kommentar davon.

Beste Grüße sendet dir Kari Lessir

<<<<>>>>

In Social Media findest du mich:

Facebook: https://facebook.com/karilessir

Twitter: https://twitter.com/kari_lessir

Instagram: https://www.instagram.com/kari_lessir/

Fotorechte: Titelbild von pixabay.com

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*